| Die Ausflugsgruppe auf dem Beobachtungsstützpunkt Point Alpha |
Erste Station des Ausflugs war die Gedenkstätte Point Alpha in der Nähe von Hünfeld an der ehemaligen Zonengrenze. Dort wurde die Gruppe von einem sachkundigen Führer aus der thüringischen Grenzgemeinde Geisa in Empfang genommen, der die fließende Entwicklung der DDR-Grenzbefestigungen seit 1945 anhand vieler Nachbauten darstellte. Er schilderte auch das menschenverachtende Vorgehen des SED-Regimes mit Zwangsumsiedlungen, Schießbefehl, Minen- und Selbstschußanlagen. Die Schilderungen konnte er immer wieder durch selbst Erlebtes ergänzen. Ein Beispiel dabei war die Behandlung seines Ausreiseantrages nach Großkrotzenburg, den er stellte, um an der Beerdigung seines Onkels Herrmann Henkel, des langjährigen Pfarrers dieser Gemeinde, teilnehmen zu können. Die Ausreise wurde zwar genehmigt, aber die Papiere so spät ausgehändigt, dass er erst einen Tag nach der Beerdigung in Großkrotzenburg eintraf.
Den Abschluss der Führung bildete ein Besuch der amerikanischen Beobachtungsstation Point Alpha, von dem aus die US-Armee bis 1989 Bewegungen der Sowjettruppen beobachtete, da man aufgrund der Topographie im sogenannten Fulda-Gap am ehesten mit einem Angriff des Warschauer Paktes rechnete. FDP-Ortsverbandsvorsitzender Bernd Kurzschenkel bedankte sich am Ende bei Herrn Henkel herzlich für die informative Führung. Die Gruppe habe sich sehr über die Begegnung mit einem engen Verwandten von Pfarrer Henkel gefreut, der viele der Mitreisenden getauft oder zur Kommunion, zur Firmung oder in den Bund der Ehe geführt habe.
Zweites Ziel des Ausfluges war das Schloss Fasanerie bei Fulda, dem schönsten Barockschloss Hessens. Nach einem Kaffeetrinken auf der Schlossterrasse bestand die Möglichkeit im Park spazieren zu gehen oder das Schloss zu besichtigen. Nach einem gemeinsamen Abendessen trat die Reisegruppe die Rückfahrt nach Großkrotzenburg an.
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