FDP Großkrotzenburg in Berlin

07.11.2023

Vom 31.10. – 03.11.2023 fand eine Informationsfahrt für politisch Interessierte auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Peter Heidt (FDP), aus Bad Nauheim statt. Peter Heidt ist Sprecher für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der FDP-Bundestagsfraktion, Obmann im Menschenrechtsausschuss, Mitglied im 1. Untersuchungsausschuss Afghanistan sowie Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgeabschätzung.

Insgesamt nahm eine Gruppe von 48 Personen aus dem Main-Kinzig-Kreis und der Wetterau an dieser Fahrt teil. Aus Großkrotzenburg waren der örtliche FDP-Vorsitzende Daniel Protzmann, Michael Schäfer (Hospitant der FDP-Fraktion), Gotthard Klassert sowie die beiden afghanischen Flüchtlinge Ismail Ibrahimi und Ahmad Zaki Sarhadi als Gäste teil.

Mit der Bahn ging es am ersten Tag klimaneutral via Berlin. Die Teilnehmer erwartete am zweiten Tag ein sehr interessantes Programm, das vom Besucherdient des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung erstellt sowie Sylvia Patzak vom Wahlkreisbüro begleitet wurde.

Neben einem Informationsgespräch beim Bundesnachrichtendienst (BND), der Besichtigung des Plenarsaals und Vortrag über die Aufgaben und die Arbeit des Parlaments, dem Deutschen Bundestag, gab es die Möglichkeit mit MdB Heidt aktuelle politische Themen offen zu beleuchten und diskutieren. Ein Besuch der Kuppel des Reichstagsgebäudes bei schon einbrechender Dunkelheit, mit einem herrlichen Blick über das abendliche Berlin, rundete den Tag ab.

v.l.n.r. Gotthard Klassert. Daniel Protzmann, Peter Heidt MdB, Michael Schäfer, Ismail Ibrahimi und Ahmad Zaki Sarhadi

Am dritten Tag war die Gruppe geladen zu einem Informationsbesuch im Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam. Hier wurde u.a. über die diversen Einsätze, z.B. im Rahmen der KFOR, NATO und UN-Missionen, mit all den logistischen sowie humanitären Problemen, um nur aktuell Mali zu erwähnen, referiert. Sehr nachdenklich stimmte der Besuch der sich dort befindlichen Gedenkstätte „Wald der Erinnerung“ für die bei den vielen bisherigen Auslands-Einsätzen ums Leben gekommenen Soldaten/-innen. Ebenso auch der Besuch einer Villa, wo am 20. Januar 1942 die sog. „Wannsee-Konferenz“ stattfand. Seinerzeit wurde dort über die Organisation der „Endlösung der Judenfrage“ beraten. Als Ausklang des Tages gab es die Teilnahme an einer imposanten abendlichen Glitzer-Vorstellung, „Falling in Love“, im Friedrichstadtpalast mit einem anschließenden Umtrunk in der berühmten Kult-Kneipe „Ständigen Vertretung“.

Der letzte Tag wurde eingeläutet mit einer Stadtrundfahrt und einem Halt am Mahnmal „Gleis 17“, einer Serie von Eisenplatten am Bahnhof Grunewald zur Erinnerung an die tragische Deportation mit Zügen der Deutschen Reichsbahn von über 50.000 Juden aus Berlin während der Herrschaft des Nazi-Regimes. Zuletzt noch am 27. März 1945, kurz bevor sich das Ende des 2. Weltkrieges bereits abzeichnete.

Im Anschluss ging es wieder mit der Bahn zurück. Alles in allem eine sehr gut organisierte Fahrt, mit hoch interessanten, beeindruckenden Informationen, aber auch nachdenklich machenden Erfahrungen!