Feuerwache muss langfristig alle Probleme lösen!
„Eine fundamentale Entscheidung bezüglich der Errichtung eines neuen Feuerwehrhauses muss sämtliche Problemstellungen adressieren und darf keine Kompromisse eingehen“, erklärt der Vorsitzende der FDP-Fraktion, Herr Daniel Protzmann, im Anschluss an die Präsentation des Konzepts für die Feuerwache in den zuständigen Ausschüssen der Gemeinde. „Letztendlich obliegt es der Feuerwehr und den Fachplanern, die für die Gemeinde geeignete Variante zu bestimmen.“ Die FDP hatte die öffentliche Präsentation des aktuellen Planungsstands beantragt. Aus Sicht der FDP-Fraktion schafft die nun vorliegende Konzeptvariante endlich mehr Transparenz hinsichtlich der Möglichkeiten am bestehenden Standort. Dieser erweist sich als unzureichend, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden.
Die Liberalen unterstreichen die Notwendigkeit einer fundierten Entscheidung, die auf einer umfassenden fachlichen Bewertung basiert. „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass eine transparente Prüfung der verschiedenen Varianten erfolgt, um diejenige zu identifizieren, die die besten Voraussetzungen für eine langfristig leistungsfähige Feuerwehr bietet“, erklärt Christoph Zeller, Sprecher für Bau und Planung der FDP. Er schlägt die Anwendung einer Bewertungsmatrix vor, um die Eignung des Standorts an alter Stelle objektiv zu bewerten.
Neben der präferierten Lösung ist es unerlässlich, das sogenannte K-Plan-Konzept als ernstzunehmende Alternative in Betracht zu ziehen. Dieses Konzept sieht einen vollständigen Neubau an einem alternativen Standort vor und könnte Kosten in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro verursachen. Die Möglichkeit, dieses Projekt in Bauabschnitten zu realisieren, sowie die Prüfung potenzieller Synergien durch eine Kooperation mit dem ASB, eröffnen neue Perspektiven. „Eine modulare Umsetzung kann finanzielle Spielräume schaffen“, so Herr Zeller. Eine zukunftsfähige Feuerwache darf jedoch nicht aufgrund der angespannten Haushaltslage der Gemeinde zurückgestellt werden. „Andernfalls sehen wir uns in 10 oder 20 Jahren mit denselben Herausforderungen konfrontiert wie derzeit“, befürchtet der FDP-Vertreter.
Die FDP vertritt die Auffassung, dass die fachlichen Anforderungen der Einsatzkräfte den primären Fokus bilden sollten. Es ist von Bedeutung, Fragen der Verkehrsführung, insbesondere die Möglichkeit einer Ausfahrt ausschließlich über die Schulstraße, die begrenzten Parkmöglichkeiten sowie die Anzahl der Stellplätze für Einsatzfahrzeuge zu klären. Des Weiteren sind die langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten am Standort zu berücksichtigen. „Letztendlich obliegt es der Feuerwehr und den zuständigen Fachkräften, zu beurteilen, ob ein Standort die operativen Anforderungen dauerhaft gewährleisten kann“, betont Herr Zeller.
Zusätzlich verweist die FDP auf den alternativen Standort an der Taunusstraße neben dem Hochhaus, der unabhängig vom Neubaugebiet im Rahmen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans realisiert werden könnte. Dieser Standort sollte aus Sicht der Liberalen weiterhin eingehend geprüft werden. „Für uns ist es von entscheidender Bedeutung, dass eine Feuerwache nicht nur für die Gegenwart konzipiert wird, sondern eine tragfähige Perspektive für die kommenden 50-60 Jahre bietet“, erläutert Herr Daniel Protzmann, finanzpolitischer Sprecher der FDP.
Die FDP stellt die Frage der politischen Prioritätensetzung in den Raum. Während beispielsweise für das Multizentrum eine Eventküche und Ladengeschäfte vorgesehen sind und die Gemeinde nach Vorschlag der Verwaltung auch eine Sanierung des Bürgerhauses in Eigenleistung prüft, darf die Feuerwehr nicht aus Kostengründen auf eine langfristig unzureichende Lösung festgelegt werden. „Eine moderne Feuerwache stellt eine Investition in Sicherheit und Zukunftsfähigkeit dar – dieses Geld ist gut angelegt, auch wenn eine Umsetzung möglicherweise schrittweise erfolgen muss“, so Herr Protzmann abschließend.
